[kunstwerk] krastal | about Krastal

                    
BildhauerInnenhaus Krastal                                          BildhauerInnenhaus Krastal

(please scroll down for english text)

 

WO
Das Krastal liegt in Kärnten, Österreichs südlichem Bundesland, an den Grenzen zu Italien und Slowenien, wenige Kilometer nördlich der Stadt Villach. Das schmale Tal verbindet den Flusslauf der Drau mit der beliebten Ferienregion des Ossiacher Sees, und ist seit der Römerzeit für seine Marmorsteinbrüche bekannt, seit den 1960’er Jahren auch für zeitgenössische Steinskulpturen.

WAS
Das [kunstwerk] krastal hat, seit seiner Gründung im Jahre 1967, als Bildhauersymposion mehr als 300 KünstlerInnen aus aller Welt eingeladen.
Beim jährlichen Symposion finden sich jeweils 8 bis 12 KünstlerInnen ein, um gemeinsam im Marmorsteinbruch an großen Skulpturen zu arbeiten, im eigenen, von den „ansässigen“ Künstlern in der Nähe erbauten Bildhauerhaus miteinander zu leben – für einander zu kochen, zusammen zu essen, trinken, feiern und gemeinsame Belange diskutieren – eine Zeit lang auf Tuchfühlung zu gehen und sich über Themen der Kunst, der Steinbildhauerei und Skulptur auszutauschen.
Hin und wieder hat das Symposion „daheim“ im Krastaler Marmorsteinbruch begonnen, und ist dann auf halber Strecke der Arbeitszeit umgesiedelt, um sich – innerhalb Kärntens oder auch im Ausland – in einem neuen, unbekannten Umfeld zu (re-)präsentieren und dabei neue Freunde und Publikumskreise für sich zu gewinnen.
Im Jahre 2007 feierte das Symposion sein 40. Jubiläum.
Damit ist das [kunstwerk] krastal nicht nur unter den renommiertesten Symposien weltweit, sondern auch eins der Symposien mit der längsten Kontinuität – es hat sich als überregional bekannte Schlüsselstelle für die zeitgenössischen Auseinandersetzungen mit Steinskulptur etabliert.
Und nicht nur mit Steinskulptur:
Seit den mittleren 80’er Jahren sind auch ganz gezielt KünstlerInnen mit dabei, die sich auch mit anderen Bereichen der Kunst beschäftigen. Ton, Performance, Fotografie, Malen, Schreiben – dieses Feld bleibt offen. Deren Einbeziehung hat zu einer Bereicherung der Diskussionsgrundlage geführt, dadurch auch zu fruchtbaren, unerwarteten Querverbindungen zwischen Kunst, Ort, Identitäten und Vorhaben.
Zudem finden im Bildhauerhaus Ausstellungen und andere Veranstaltungen statt, die ein breites Spektrum der zeitgenössischen Kunst besetzen, von Bildhauerei über Malerei und Installation zu Performance.

WER
Das [kunstwerk] krastal ist eine kleine Gruppe hauptberuflicher Künstler (zur Zeit 18 an der Zahl), die sich als gemeinnütziger Verein zusammengeschlossen haben. Seine Mitglieder sind an erster Stelle in der Steinbildhauerei und verwandten Kunstformen tätig und leben in verschiedenen österreichischen Bundesländern und im benachbarten Ausland. Sie bringen ihre Zeit und ihr Können ehrenamtlich und kostenlos in den Verein ein.
Die Zusammensetzung des Vereins richtet sich nach den Lebensentwürfen der einzelnen Menschen, umspannt mehrere Generationen, und schließt oftmals Fachleute aus anderen akademischen Berufen ein.
Im Lauf der Jahre hat diese kleine Gruppe mit viel Engagement Projekte realisiert, die in ihrem Umfang auch gut etablierten Organisationen mit ähnlichen Mitteln schwer gelungen wären. Das entspricht den Vorstellungen von Selbstbestimmung der Künstler, die der Wotruba-Schüler Otto Eder mit der Gründung des Symposions beabsichtigte.

WIE
Während seines mehr als 40jährigen Bestehens wurde das Krastaler Symposion durch die Lauster Steinbau GmbH. unterstützt, die den Marmorsteinbruch betreibt, der das Herz der Aktivitäten im Krastal bedeutet. Die Firmenleitung und die Steinbrucharbeiter waren durchgehend großzügige Gastgeber für die KünstlerInnen und sind dafür verdientermaßen zweimal mit dem „Maecenas“-Preis für langjähriges Sponsoring ausgezeichnet worden.
Das Symposion erhält unterschiedlich hohe Förderungen von Land, Bund und Gemeinde. Immer wichtiger wird das Sponsoring von Privatunternehmen sowie der gute Rückhalt in der unmittelbaren Nachbarschaft.

AKTUELL
2007 war ein Jubiläumsjahr für das [kunstwerk] krastal. Das 40. Internationale Symposion richtete mit dem Projekt „WORLDPOOL“ einen wichtigen Fokus auf die internationale zeitgenössische Steinskulptur. Es wurden 12 VertreterInnen von Skulpturensymposien aus der ganzen Welt eingeladen, um entweder beim Arbeitssymposion oder auch beim abschließenden Kongress teilzunehmen, bei dem sich diese Symposien der Öffentlichkeit vorstellen konnten. So geriet „Worldpool“ tatsächlich zu einem Gipfeltreffen, einem „Symposion der Symposien“ und das Krastal wurde wieder einmal Treffpunkt eines interessanten Austausches zwischen Nationen und KünstlerInnen.

Seitdem hat sich das Symposion mit den folgenden Schwerpunkten weiterentwickelt: im Jahr 2008 wurden unter dem Titel „Pathfinder“ KünstlerkollegInnen aus unterschiedlichen Sparten in die Geheimnisse der Steinbildhauerei eingeweiht, 2009 setzte „DIE ANDERE HÄLFTE“ den  Fokus auf die Bildhauerinnen, 2010 wurden mit „keen on experimenting“ die Findlinge aufs Korn genommen, 2011 waren wir spartenübergreifend am experimentieren: mit „Sound of Sculpture“ wurden Klangobjekte geschaffen, die sogar 2012 als Fortsetzung in Gmünd (K) auftauchen, und dazu wird im Symposion 2012 das Grundgestein als „bedrock“ genauer betrachtet…

Unser Programm wird von Jahr zu Jahr neu konzipiert, und von unterschiedlichen Teams aus unserer Künstler-Mitgliedschaft durchgeführt.

Seit 2010 betreibt das Kunstwerk Krastal ein jährlich wiederkehrendes 3-Punkte-Programm als Basis seiner Aktivitäten:
im JUNI, das offen gestaltete „PROJEKT – artists in residence“, innovative und spartenübergreifende Aktionen,
im JULI, das Internationale Symposion – das sich durchaus auch anderen Impulse als ’nur‘ der reinen Steinbildhauerei widmen kann, und
im AUGUST, eine Personal-Ausstellung eines Künstler-Mitglieds des Kunstwerk Krastal, mit einer Publikation zu den Arbeiten.

In manchen Jahren kommen noch weitere Veranstaltungen dazu. Bitte weiterlesen unter Aktuelles….

 

siehe auch / further information:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildhauersymposion_Krastal
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildhauerinnensymposion_Krastal

 

 

Kunstwerk Krastal – international symposium for sculpture

WHERE
Krastal is a small valley in Carinthia, Austria’s southern province, close to the borders of both Italy and Slovenia, not far to the north of the city of Villach. This narrow valley connects the course of the river Drau / Drava with a popular holiday region around the Ossiach lake, and has been known since antiquity for its marble quarries.There are some Roman tools and stones chiselled by Roman stonemasons found in the quarry near Gummern. Since the 1960’s, it has also been renowned for contemporary stone sculpture and for an international symposium held every year.

WHAT
The Krastal Sculpture Symposium has been host to over 300 artists from all around the world since its inception in 1967.
Every year, between 8 and 12 sculptors have come together here, to work alongside each other on large-scale sculptures in the marble quarry, to live together in the neighbouring „sculptors‘ house“ built and owned by the resident artists – to cook for one another, eat, drink, celebrate and discuss common issues with one another – to spend some time rubbing up against each other and communicating on themes within art and sculpture.
Every few years, the symposium has started up at its „home“ location at the Krastal marble quarry, and then upped sticks at a halfway stage to settle at another site, within the region of Carinthia or even abroad, to (re-)present itself in an unfamiliar setting, gaining new friends and audiences.
2007 saw the symposium celebrating its 40th anniversary.
„Symposium Krastal“ is therefore not only one of the most renowned symposia around the world, but also among the most long-standing: it is established as a key point of reference for contemporary discourse between art and stone sculpture, far beyond local or regional preoccupations.
And it is not just about stone sculpture: Since the mid-’80s, the symposium has made a point of inviting artists who also work in other media. Sound, performance, photography, painting, writing – the field remains open. Their inclusion has led to an enhanced basis for discussion, thence also to fruitful and unexpected cross-references between art, place, identities, and intentions.
Similarly, the „symposium house“ presents exhibitions and other events which cover a wide spectrum of contemporary art, from sculpture to painting, sound and writing, installation and performance art.

WHO
„[kunstwerk] krastal“ is a small group of individual professional artists (currently 18 members), incorporated as an association with charitable status. Its members are principally artists working with stone and related media, who live in different regions of Austria and the neighbouring countries.They give their time and expertise to the association on a voluntary basis and at no cost.
The overall composition of the association has fluctuated according to the life patterns of individual people, spanning several generations and often including some professionals from other fields.
Over the years, this small group of committed individuals has achieved the realisation of projects beyond the scope of institutionalised organisations with similar means. It has in this sense fulfilled the vision of its founder Otto Eder (taught by the renowned Austrian sculptor Fritz Wotruba) – who believed in the independence of the artist.

HOW
Over the more than 40 years of its existence, the Krastal sculpture symposium has been supported by the company Lauster Steinbau, who run the marble quarry which has been at the heart of our activities. The company’s management and employees have been generous hosts to the sculptors over the years, and reaped a well-earned distinction in being awarded the Austrian „Maecenas“-Prize for long-standing sponsorship of the arts in 2005 and again in 2007.
The Symposium receives varying amounts of support from the Austrian federal government, from the Carinthian regional government, and from our local municipality. An encouraging factor is the sponsorship we are beginning to gain from private businesses and the goodwill and friendship of individual people and small businesses in our neighbourhood.

NOW
2007 was an anniversary year for us at [kunstwerk] krastal.The 40th International Symposium created an important focal point for international contemporary sculpture in stone with a special anniversary programme which we entitled „WORLDPOOL“.
We invited representatives of 12 other relevant sculpture symposia worldwide to participate either in the symposium, or in a concluding conference in which these symposia could present themselves to the public. So „Worldpool“ became in fact a summit meeting, „a symposium of symposia“ and Krastal in 2007 once again saw an interesting meeting of nations and artists.

Since then, the symposium has seen further development with the following points of emphasis: in 2008, artist colleagues from other art forms were initiated into the secrets of stone sculpture, under the heading „Pathfinder“; in 2009 „THE OTHER HALF“ set its focus on women sculptors; in 2010, the subject was „keen on experimenting“: with boulders. In 2011, we were experimenting with cross-platform artworks: in „Sound of Sculpture“, which even finds a continuation in 2012 in Gmünd (30 minutes drive away), along with a close look at the „bedrock“ of things during the symposium…

Our programme is planned afresh from year to year, and carried out by different teams from within our artist membership.

Since 2010, Kunstwerk Krastal has implemented a 3-point programme as the basis of its activities:
in JUNE, an open-ended „PROJECT  – artists in residence“, intended for innovative and cross-platform activities,
in JULY, the International Symposium, which may concern itself with impulses other than
purely sculpture in stone, and
in AUGUST, a one-person show of one of our artist members, accompanied by an extensive publication.

In some years, we also have three additional events. Read more under Aktuelles / running programme